Was ist ein Baldachin?

Ein Baldachin ist ein Stoffdach für ein Bett. In der Architektur wird der Begriff auch für die prunkvolle Überdachung von Thrönen, Kanzeln, Bischofssitzen u.ä. verwendet und bezeichnet ganz allgemein schmuckvolle Giebel. Auch die auf Säulen ruhenden Überdachung von Altären und Denkmälern wird so genannt. Baldachine fanden sich aber auch auf gewöhnlichen Betten, etwa auf dem Bett des Gutsherren oder Bauern auf größeren Bauernhöfen. Häufig wurden dort Geheimfächer angebracht, in denen das Ersparte auf die „Hohe Kante gelegt“ wurde.

Der Name stammt von dem italienischen Wort Baldacco, was im Mittelalter die italienische Bezeichnung für Bagdad war, wo die kostbaren, meist golddurchwirkten Seidenstoffe herkamen. Als Baldachin wird auch eine Dose aus Kunstoff bezeichnet, in der der elektrische Anschlüsse einer Stromversorgung verteilt werden (beispielsweise einer Lampe). Häufig wird dieses Gehäuse auch verwendet um Lampen, die nicht am ursprünglich vorgesehenen Ort montiert werden, fachgerecht zu versetzen. Das Baldachin verdeckt dabei den Deckenauslass für die Zuleitungskabel und stellt einen Ort für die elektrische Verkablung von Lampe oder Ähnlichem dar. Werfen Sie mal einen Blick in unsere neue Kategorie „Betthimmel Kind“.